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Ein kurzer Rückblick

Die Kulturnacht und ihre Akteur:innen haben das Publikum in den vergangenen Jahren bereits mit vielseitigen Programmbeiträgen begeistert und überrascht: Ob Krimilesungen im Landgericht, Heiraten für eine Nacht im Rathaus Abtei oder Verschmelzungen von Gesangsperformances mit Schwimmen und Turmspringen im ehemaligen Stadtbad Rheydt, um nur einige wenige zu nennen. Nicht nur inhaltlich, sondern auch räumlich setzte die Kulturnacht in der Stadt Jahr für Jahr besondere Akzente.

Neben künstlerischem Potential steht das Event seit jeher auch für Vernetzung und ein gemeinsames WIR der Mönchengladbacher Kulturszene. Dazu gehört selbstverständlich auch das Feiern der Erfolge und damit die legendären Abschlusspartys der vergangenen Kulturnächte z.B. im alten Schauspielhaus auf der Hindenburgstraße (hier war es eher eine Art Abrissparty am heutigen Standort des MINTO) oder im ehemaligen Kolpinghaus auf der Aachener Straße, wo zu Balkan Beats getanzt wurde, bis es vor Partyhitze förmlich von der Decke tropfte.

Das alles und vieles mehr macht die Kulturnacht aus. An vielen bewährten Grundpfeilern der Veranstaltung werden wir auch in Zukunft festhalten:

Die Kulturnacht ist …

… ein Festival von und für die Freie Szene.

… ein Zusammenschluss lokaler Akteur:innen, begleitet und koordiniert durch das Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach mit Unterstützung einer externen Projektleitung (seit 2018).

… eine Biennale, d.h. eine alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung.

… eine Bündelung lokaler Kulturbeiträge, bei der ein einziges Ticket dem Publikum Zugang zu einer Vielzahl von Programmpunkten in der Stadt ermöglicht.

… nicht nur die Bespielung ungewöhnlicher und etablierter Orte, sondern auch die Belebung des öffentlichen Raums mit Kulturaktionen, die auch ohne Ticket erlebt werden können.

Nach nun 16 Jahren, 7 Editionen und einem pandemiebedingten Ausfall der 8. Kulturnacht beschließt eine etwa 40-köpfige Vertretung der freien Szene, die Veranstaltung und deren Organisationsform weiterzuentwickeln.

Veränderungen ab 2022

  • 4 Quartiere
    ➞ 1 Zentrum (MG oder RY im Wechsel) als intensiv zu erlebendes Festivalzentrum
  • Shuttlebusse
    kurze Wege innerhalb des Festivalzentrums
  • Quartiers Special(s) im öffentlichen Raum
    ➞ Takeover einer Kulturinstitution und reguläre Programmpunkte im öffentlichen Raum
  • Feste, kurze Zeitslots
    ➞ flexible Zeiten, abendumfassendes Programm
  • Quartierskoordinator*innen
    ➞ inhaltlich arbeitende AGs

Unsere gemeinsame Reise geht weiter: Seit Juni 2021 befindet sich die Mönchengladbacher Kulturnacht somit in einem offenen Umgestaltungs- und Findungsprozess. Beginnend mit einer internen Analyse des Projektes nach Absage in 2020, anschließender gemeinsamer Diskussion zu verschiedenen Themen beim Barcamp der freien Szene im Juni 2021 und daraus resultierenden neuen Organisationsstrukturen und -schritten, wird die Transformation des Festivals bewusst über die nächste Veranstaltung hinaus andauern.