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Trotz Neuausrichtung (und neuer visueller Identität) bleibt das zentrale Charakteristikum der Veranstaltung bestehen: die Pulsive ist weiterhin das größte Event der freien Szene der Stadt.

Erlebt mit nur einem Ticket das vielfältige Programm lokaler Akteur:innen und ihrer Gäste und bringt im September mit allen Beteiligten das Quartier Rheydt kreativ zum Beben!

Bereits im Winter 2020 begannen die Überlegungen zur Pulsive. Nach intensiver Vorarbeit diverser Vertreter:innen der freien Kulturszene in 2021 wurde im Frühjahr 2022 der öffentliche Call gestartet und weitere Künstler:innen als auch Kulturschaffende aufgerufen, sich aktiv in die konzeptuelle, organisatorische sowie programmatische Gestaltung einzubringen.

Das Programm hat nun klare Formen angenommen und auch die neue visuelle Identität ist ausgereift: Die diesjährige Ausgabe der Kulturnacht Mönchengladbach ist ein pulsierender Prozess, der sich für einen Abend und eine Nacht in einen kreativen Strom spannender, wilder und unerwarteter Ereignisse ergießt. Die Pulsive bringt neben neuen inhaltlichen Elementen (u.a. Diskursformaten, dem Takeover der freien Kulturszene und aktivierenden Mitmachangeboten) zugleich auch Altbekanntes der Kulturnacht in die Straßen, die Kulturspots und auch in die bisher unentdeckten Orte Rheydts.

Mit der Pulsive 2022 erproben wir neue Strukturen, Kooperationen und Ziele. Wir fördern stärker neue, exklusiv zur Kulturnacht entstehende Koproduktionen unterschiedlicher Kunstgenres und kreativer Menschen und feiern mit euch das breite Spektrum und den Puls des kreativen Schaffens unserer Kulturszene.

Hinter der Pulsive steht ein sich im Fluss befindendes Team, das den Puls der jeweiligen Festival-Ausgabe vorgibt, Impulse aufnimmt und Kooperationen schmiedet.

In 2022 besteht das Team aus fünf themenspezifischen Arbeitsgruppen mit Vertreter:innen der freien Kulturszene Mönchengladbachs.

Das Team wird im Produktionsprozess begleitet und beraten durch das Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach und den Projektkoordinator Oliver Leonards (terzmachen GmbH). Gemeinsam mit den vielen beteiligten Kreativen sind sie verantwortlich für die Pulsive 2022.

O-Töne aus den AGs:

Leerstand
Verantwortlicher Vertreter der freien Szene: Marco Jonas Jahn

Künstler:innen-Kollektive, Ideengeber:innen und Strippenzieher:innen verwandeln sich derzeit im Dornröschenschlaf befindende Räumlichkeiten in Orte einzigartiger Kultur-Highlights. Im Zusammenspiel unterschiedlicher Kunstsparten und kreativer Menschen entstehen Inhalte und Atmosphären, die in der Form nur am Tag der Pulsive selbst zu erleben sind.

So öffnet zum Beispiel das ehemalige Karstadt-Erdgeschoss seine Pforten und lässt die riesige Fläche auf völlig neue Art und Weise wirken. Die Ringpassage nimmt die Rolle einer modernen Galerie mit Performances ein und in einer kleinen stillgelegten Kneipe taucht ihr in Geschichten am Tresen ein und ab.

Vermittlung
Verantwortlicher Vertreter der freien Szene: Max Meyer

Verbinden – Aktivieren – Teilen: Neben dem Kulturprogramm sind die Besucher:innen eingeladen an Mitmachangeboten teilzunehmen und so selbst Teil des vibrierenden Ereignisses zu werden, das alle für eine Nacht in seinen Bann zieht.

Mit Euch schlagen wir durch sich wandelnde Skulpturen inhaltliche Brücken zwischen den Orten, Besuchenden und Inhalten der Kulturnacht. In Streetart- und Stadterkundungs-Workshops laden wir euch ein, schon im Vorfeld der Kulturnacht selbst aktiv zu werden und die Kulturnacht aktiv mitzugestalten. Eindrücke, die während des Abends gewonnen werden, können schließlich an verschiedenen Resonanzorten und im digitalen Gästebuch der Pulsive kreativ zum Ausdruck gebracht und mit Anderen geteilt werden.

Intervention
Verantwortliche Vertreterin der freien Szene: Tabea Pollen

Fernab des regulären Programms gibt es zusätzlich sowohl Indoor als auch Outdoor in sogenannten Zwischenräumen des öffentlichen Raums einmalig neu erschaffene künstlerische Interventionen zu entdecken. Als verbindendes Element der Programmpunkte machen die einzelnen Interventionen neugierig: Die kreative Irritation und Veränderung unserer alltäglichen Wahrnehmung lässt Unsichtbares sichtbar werden und hält so manche Überraschungen bereit. Haltet Ausschau nach dem roten Faden…

Takeover Theater Mönchengladbach
Verantwortliche Vertreterin der freien Szene: Lara Valsamidis

Das Theater Mönchengladbach als klassischer Ort der institutionellen Kultur wird im Sinne eines „Takeovers“ für einen Abend von Akteur:innen der freien Szene „übernommen“: Durch künstlerische Darbietungen abseits des dort üblicherweise stattfindenden Programms entsteht ein neuer, schöpferischer Möglichkeitsraum und inspirierender Perspektivwechsel.

Das Programm des Takeovers trägt den konzeptionellen Titel „Play The Theatre“. Die Performances und Ereignisse des Abends „spielen“ mit ganz unterschiedlichen Formen, den eigenen Körper in den (Zwischen-)Räumen des Theaters auszudrücken. Feste Programmpunkte gehen dabei mit durchlaufenden Performances und unvorhergesehenen Aktionen Hand in Hand. Der Takeover lädt in seiner explorativen Haltung dazu ein, neue oder bisher ungekannte Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Das Haus und die Theater-Bar stehen den Besucher:innen den ganzen Abend über fürs aufgeschlossene Entdecken offen.

Diskurs
Verantwortliche Vertreterin der freien Szene: Sonja Tucinskij

„Teilhabe“, „Awareness“, „Nachhaltigkeit“, „Cancel Culture“ (…) – dies sind nur einige der Schlagworte, die in den letzten Jahren für Aufsehen und sicher auch Kontroversen gesorgt haben. So zeigt sich: Aushandlungsprozesse gestalten Kultur.

Das hinsichtlich der genannten Themen kritisch hinterfragte und angepasste Veranstaltungskonzept (z.B. durch Sensibilisierung der einzelnen AGs) war dabei ebenso Teil des Diskurses wie es nun einzelne, die Kulturnacht begleitende Programmpunkte sein werden: Die Pulsive lädt euch ein, sich im Rahmen der Kulturnacht in Kooperation mit dem Seminar „Postmigrantische Perspektiven“ des Studiengangs Kulturpädadogogik der Hochschule Niederrhein mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Mit Musik, Lesungen, Fotoausstellungen und Plakataktionen soll ein Ort der Begegnung, des Austauschs und der Reflektion von bestehenden Stereotypen und möglichen Gegenbildern entstehen. So wollen wir uns auf kreativem Weg einer Gesellschaft der Vielen nähern.

Die Pulsive möchte einen Ort schaffen, an dem sich alle Menschen möglichst sicher, willkommen und wohl fühlen. Im Rahmen dieser AG stellen wir uns der Herausforderung eine Veranstaltung zu schaffen, in der wir für jegliche Arten der Grenzüberschreitungen und Diskriminierung sensibilisiert sind. Das neu entwickelte Awareness-Konzept sieht vor, neben konkreten Ansprechpersonen für den Abend, auch im Vorfeld ein Bewusstsein für diese Problematiken zu schaffen.